Besonderes Augenmerk wurde auf eine möglichst umweltfreundliche und ökologische Bauweise und Ausstattung
gelegt. Zudem ist das Projekt mit dem Ökopass ausgestattet - Österreichs erstem Gebäudebewertungssystem
durch das IBO Österreichisches Institut für Baubiologie und -ökologie.
Die weitläufigen Freiflächen innerhalb und rund um die Wohnhäuser werden von der Landschaftsarchitektin
Prof. DI Heike Langenbach gärtnerisch ausgestaltet. Ein Biotop an der nördlichen Grundstücksgrenze, ein
Jugendspielplatz und Kleinkinderspielplätze bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten innerhalb der Anlage.
Das feinmaschige Wegenetz inmitten der großzügigen Grünbereiche verknüpft das Areal mit den bestehenden,
öffentlichen Straßen und Wegen. Eine Fahrradwerkstatt, eine Sauna sowie Gemeinschaftsräume runden das
Angebot für die Bewohner ab.
Architektur
Architekten: Johannes Kaufmann, lichtblau.wagner, RieplRiepl
Das knapp 23.000 m² große Areal schließt in der Kaiserebersdorfer Straße an zwei Stellen (Nr. 79 und Nr. 85)
an die bestehende Bebauung an. Im Westen grenzen die Sportanlagen der Schule, im Osten die Gewächshäuser des
Gebietes „Am Himmelreich” an das Grundstück an. Drei Architekten-teams haben ein städtebauliches
Konzept entwickelt, das ein komplexes urbanes Gefüge aus abwechslungsreich differenzierten aber dennoch stark miteinander
verwobenen Bauteilen vorsieht. Gebäude in unterschiedlicher Ausformung und Höhe (1 bis 9 Geschoße),
unterschiedliche Erschließungstypen, Oberflächenstrukturen, Farben und Grundrisstypologien spiegeln die Vielfalt des
Projektes wider. „Brücken” verbinden die verschiedenen Baukörper und schaffen überdachte Freibereiche,
die auch bei Schlechtwetter genützt werden können. Ein besonderer Bauteil soll die über 40 Meter frei tragende
Wohnbrücke zwischen zwei Gebäuden werden.
Gebäudekonzeption
Architektenteam Riepl.Riepl
„Zeile” (Stiegen 11 und 12): loftähnlich, Wohneinheiten beliebig teilbar und gestaltbar;
Verglaste Doppeltüren (mit vorgelagerten Loggien) bzw. französische Fenster schaffen Offenheit und
Lichtdurchlässigkeit; natürlich belichtete Treppenhöfe mit einladender Vorzone im Erdgeschoß.
„Turm” (Stiege 5): 9 Etagen, kompakte Wohnungen mittlerer Größe; eingeschoßige Wohnungen
oder Maisonetten; alle Wohnungen mit Loggia; gute Fernsicht.
„Schlange” (Stiegen 13, 14 und 15): Dieser Baukörper verbindet Zeile und Turm; der Anschluss im
Turm befindet sich im 3. und 4. Obergeschoss; am anderen Ende beginnt die „Schlange” im Erdgeschoß
und bietet dort Raum für ergänzende Infrastruktur.
Architektenteam Johannes Kaufmann
„Zentraltyp” (Stiege 4A): Zentral situierte Erschließungshalle mit Belichtung von oben als
Raum für Kommunikation und erweiterter Spielraum für Kinder; Großteil der Wohnungen jeweils
zu zwei Himmelsrichtungen hin orientiert; gute Fernsicht; Nähe zum Biotop.
„Dreispänner” (Stiegen 1, 2 und 3): Durchgesteckte Grundrisse; größtenteils
westseitige Wohnzimmer und ostseitige Schlafzimmer; nach Westen weiträumige und uneingeschränkte
Aussicht; attraktive Dachgeschoße mit großen Dachterrassen.
„Holzbrücke” (Stiege 4): Eine über 40 m frei tragende Wohnbrücke aus Holz;
Maisonetten mit flexiblen Grundrissmöglichkeiten; südseitige Wohnungen mit Loggia; nordseitig gelegene
Maisonetten mit attraktiven, nach Süden orientierten Freiräumen auf dem Brückendach; teilweise
Dachverglasung.
„Atriumhaus” (Stiege 16): Direkt an der Kaiserebersdorfer Straße liegend; Atriumhaus mit
lichtdurchflutetem Atrium; großteils zwei-, teilweise sogar dreiseitig belichtete Grundrisse rund um
das Atrium.
Architektenteam Lichtblau.wagner
(Stiegen 6 bis 10) Offenheit der Stiegenräume ermöglicht vielfältige Ausblicke in die umgebende
Landschaft und genügend Raum für Kommunikation zwischen den Bewohnern; flexible Wohnungseinheiten
("Sollbruchstellen") erlauben Zu- oder Abkoppelungen von Wohnungen oder Wohnungsteilen; rasches und
einfaches Modifizieren der Wohnungskonfiguration möglich; addierbare Einheiten in vorgegebenen
Größen (horizontal und ggf. vertikal); großzügige Loggienbereiche oder Balkone; offene
Außenfassade.